Geschichte

Der Ursprung der Feuerwehr Damp-Dorotheenthal lag in der Gutswehr vom Gut Damp, die bereits 1835 ihre erste “Feuerspritze” erhielt. Da nicht nur Gutsangehörige zu Löscharbeiten herangezogen wurden, sondern auch Bewohner der im Gutsbereich liegenden Dörfer zum Löschdienst verpflichtet waren, sprach man von einer “Zwangswehr”. Aus diesem Kreis der Zwangswehr kam 1891 der Vorschlag, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Mit der ersten Übung und der ersten Versammlung am 12.April 1891 war die neue Feuerwehr der Gutsbezirke Damp und Dorotheenthal geboren. Die vorhandene Ausrüstung der “Zwangswehr” wurde übernommen, weitere Ausrüstung und Uniformen neu beschafft und die “Zwangswehr” ging in der Freiwilligen Feuerwehr auf und wurde erst kurz vor dem 1. Weltkrieg aufgelöst.

Bis 1931 war die Handdruckspritze die wichtigste Ausrüstung der Wehr, dann setzte die Motorisierung, wenn auch erst mal bei den Pumpen, ein. Die Alarmierung bei einem Feuer erfolgte durch Hornsignale, die Pumpe wurde mit einem Pferdegespann oder einer Zugmaschine zum Einsatzort gebracht. Während des dritten Reiches wurde die Feuerwehr Damp-Dorotheenthal mit der Feuerwehr Waabs zusammengelegt und bildete einen Löschzug. 1946 erlangte die Wehr wieder ihre Eigenständigkeit. Zur Ausrüstung gehörte nun die 1942 erhaltene Motortragspritze TS 8/8.

Im Jahre 1951 setzte nun auch die Mobilität der Wehr ein. Die Gemeinde beschaffte für die Feuerwehr einen ” Opel Blitz” Lastkraftwagen, der zum Mannschaftswagen und Zugmaschine für den Anhänger mit der Tragkraftspritze umgebaut wurde. Gleichzeitig wurde ein neues Gerätehaus für die Feuerwehr gebaut, so dass Fahrzeug und Gerät sicher untergestellt werden konnte. Fünf Jahre später erhielt die Wehr ihre erste Fahne. 1966 ersetzte ein LF16 TS des Zivilschutzes den bereits in die Tage gekommenen Opel “Blitz”. Somit war nun in Damp das erste richtige Löschfahrzeug stationiert. Mit dem Bau und der Eröffnung des Ostseebades Damp 2000 erweiterte sich der Aufgabenbereich der Feuerwehr erheblich. Für die neuen Aufgaben musste neues Gerät, dass dem Aufgabenbereich angemessen war, beschafft werden. Daher wurden ein TLF 16 und ein LF16 beschafft und 1972 der Wehr übergeben. Auch hier war es wieder notwendig, gleichzeitig ein neues Gerätehaus mit vier Stellplätzen zu erbauen. Weiterhin wurde von der Wehr eine neue Fahne angeschafft, die im neuen Gerätehaus geweiht wurde. Mit der Zunahme des Straßenverkehrs auf der B 203 und der fortschreitenden Technisierung erfolgte auch bald die Übernahme der Technischen Hilfeleistung durch die Feuerwehr, die 1979 dafür mit einem Rüstwagen RW 1 ausgestattet wurde, der heute noch im Einsatzdienst befindlich ist. 1989 wurde von der Gemeinde dann ein Einsatzleitfahrzeug angeschafft, so dass nun alle vier Stellplätze des Gerätehauses belegt waren. 1995 begannen die Arbeiten zum Umbau des Gerätehauses. Es wurde ein Dachgeschoss aufgesetzt und die bisherige Enge im Haus beseitigt. Mit rund 6300 Arbeitsstunden Eigenleistungen trugen die Mitglieder der Wehr einen erheblichen Anteil des Umbaus mit. Gleichzeitig begann auch hier die Fahrzeugregenerierung. Nach 25 Jahren Einsatzdienst wurde das TLF 16 durch ein neues Fahrzeug, ebenfalls ein TLF 16/25 1997 ersetzt, im Jahr 2000 erhielt das inzwischen 28 Jahre alte LF 16 einen modernen Nachfolger.